Öl-Brennwerttechnik

Öl-Brennwertkessel haben, weil der Brennstoff Öl weniger Wasserstoff enthält, als Gas einen geringeren Zugewinn (maximal 6 %) beim Nutzungsgrad. Sie sind vergleichsweise teuer und erfordern wegen des im Heizöl enthaltenen Schwefels zwingend eine Kondensatneutralisation. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass die Brennwertnutzung erst bei Rücklauftemperaturen unterhalb von 47 °C einsetzt (Gas ca. 58 °C). In einem nicht gedämmten Altbau mit kleinen Heizflächen und hohen Systemtemperaturen sind Kondensationsgewinne deshalb nur während der Übergangszeit zu erwarten. Öl-Brennwertkessel lohnen sich bei niedrigen Systemtemperaturen, etwa bei Flächenheizungen und im Niedrigenergiehaus. Durch die Einführung von schwefelarmem
Heizöl und die verbesserte Verbrennung sind die Korrosionsprobleme in den letzten Jahren geringer geworden. Eine ausreichende Betriebssicherheit und Lebensdauer sind damit gegeben.

Eine technisch einfache Möglichkeit, die im Abgas enthaltene Wärme zu nutzen, ist die Vorerwärmung der Verbrennungsluft. Das kann bei Öl-Kesseln über einen in den Kessel integrierten Wärmetauscher (in der Regel aus Kunststoff) erfolgen oder nicht ganz so wirkungsvoll über ein konzentrisches Abgassystem. Auch dabei wird eine Brennwertnutzung erreicht – es entsteht zumindest zeitweise Kondensat. Das Optimum an Brennstoffausnutzung wird erreicht, wenn ein Brennwertgerät mit einem solchen Abgassystem kombiniert wird.

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